Fortsetzung: Die Schöne und das Biest!
….kurz nach dem ich im Schlafsack liege, 2 Pieper auf der Platteurute. Ich denke mir naja noch mal raus, weil sich die Schnur wohl noch mal auf Grund der langen Distanz gesetzt hat. Ich stehe nur in Thermounterwäsche neben der Rute und das Schnursetzten entwickelt sich zu nem Lauf und was für einem!
Die Schnur rast nur so von der Rolle. Ich nehme die Rute auf und ohne den Baitrunner auszuschalten stoppe ich den Fisch durch Griff an die Spule. Mann, was für eine Kraft. Da muss das Boot her. Den Fisch auf Spannung gehalten ins Boot rein und dem Fisch entgegen. Nebel liegt über dem See und als ich mich an den Fisch ranpumpe verschwindet das zuvor aufgehängte Knicklicht zur Orientierung im Nebel. Ich liebe solche Drills vom Boot, nur der Fisch und ich.
Absolute Ruhe in der Nacht. Das Einzige was die Ruhe unterbricht, ist das Geräusch der Rollenbremse die tapfer arbeitet. Ich vertraue meinen Big Baitrunnern und auch die Greys Prodigy 13 ft 3,5 lbs sind mir seit Jahren treue Gefährten. Und ich fische sie mit der geflochtenen Schnur in jeder Situation – Ah Situation, der Fisch ist direkt unterm Boot, jeden erzwungenen Meter Schnur scheint der Fisch als Ansporn für eine neue rasante Flucht in die Tiefe zu nehmen. Langsam werde ich Herr über die Lage, der erste Blick mit der Kopflampe verrät einen besseren Fisch. Ich lasse den Kescher langsam ins Wasser gleiten, der Fisch ist knapp über der Kante, noch eine Flucht in die Tiefe, der Atem stockt, meine Beine fangen an zu zittern und das nicht vor Kälte. Adrenalin Pur, jetzt bloß cool bleiben und noch ein Stück! Es ist geschafft!

Der Kämpfer
Er ist im Netz, das Bein Zittert immer noch! Die Kescherarme werden ausgeklinkt und das Netz zusammen gerollt und der Fisch wird vorsichtig auf die Abhakmatte im Boot gelegt. Nicht einfach die Orientierung bei Nebel, aber das GPS neben dem Echolot ist mir wie so oft auch beim Ruten auslegen eine große Hilfe. Kurz vorm Ufer, tut sich nichts. Ich rufe nach dem Welsangler, der mich wie so oft durch Lichtzeichen ans Ufer führt und mir die letzten Meter durch die anderen Schnüre weißt. Nein, kein Ruf wird erwidert. Ich versuche mich am Knicklicht zu Orientieren und dann passiert es: der Griff um den Motor hochzuklappen kommt zu spät und der Bissanzeiger am Ufer schreit um Erlösung, Cool bleiben, Fisch Wässern. Und dann passiert es richtig, ja die zweite Schnur ist auch um den bereits ausgeschalteten Motor gewickelt. Man so ein Mist. Der Fisch ist wichtig! Alles andere ist nur Material. Ich strecke meinen Arm nach einem Ast und ziehe mich irgendwie an Land und kann den Fisch schnellstmöglich versorgen.
Er bekommt seinen Platz im übergrossen Karpfensack und ich hab die nächste Stunde gut zu tun. Eine Schnurfüllung ist direkt hinüber, was solls, es sollte sowie so Ende des Jahres neu befüllt werden. Die Ersatzrute muss ran. Beim entwirren der zweiten Schnur, die ich ja Gott sei Dank mit stehendem Motor erfasst habe, merke ich einen Rucken an der Schnur. Fisch! Gibts ja gar nicht ich entwirre die Schnur und muss dabei ausgesehen haben wie ein Octopus – Arme, Beine, Fuß, Hand, Kopf und Mund – alles wird genutzt und der Fisch scheint sich gehakt zu haben und hängt immer noch. Puh geschafft! Die letzten Meter auf Spannung durch die Hand laufen lassen und ab geht’s. Erneut ein kleiner Fisch auf die neuen Köder aber sie scheinen zu laufen. Drill vom Ufer und ein Blick auf die Waage zeigt genau 10 Kg! Was für eine Session!

Der Heimliche
Ok die Fortsetzung folgt und dann gibt’s auch die „Schöne“ (27,5kg), die ich versprochen habe. Vielleicht schreibe ich dann auch noch etwas zu meinem verwendeten Endmontage die aus einem Korda – Leadcore Leader Action Pack, einem Big Grippa Swivel 5 oz. / 140g einem ca 20 cm langem Vorfach aus PB Jelly Wire mit 6er Korda Kurv Shank oder Nash Fang X besteht. Wie gesagt verwende ich meine starken Ruten und geflochtenen Schnüre auch auf kurzen Distanzen und wähle dann ein bis zu 20 Meter langes PB Products – Snagleader – Shield. Diese Endmontage verwende ich in den meisten Situationen und sie genießt mein vollstes Vertrauen. Als ich angefangen habe für den Blog zu schreiben schrieb ich von dem Blick aus dem Fenster mit dem Regen!
Ok ich bin im Rückstand mit dem Schreiben. An dem Regentag konnte ich einen absoluten Traumfisch fangen: 27,5 Kg Schuppenkarpfen an einem Stück! Leider nicht auf die getesteten Baits sondern auf einen anderen Köder. Trotzdem halte ich die M&R Baits – Specialist Range für sehr gute Köder, die ich empfehlen würde und durch die Salzkonservierung optimal für Reisen und längere Trips geeignet sind.
Euch allen viel Erfolg und Stramme Leinen, wie man in Ostwestfalen sagt!
Stefan
P.S. zum Abschluss noch ein kleines Preview:






Wie bestellt! Gut! Wenn jetzt noch Bilder zur Montage da wären wäre das sehr gut!
Der ganze andere Kram verwirrt ja nur, nach so ner Unterwasser DVD ist man genau so schlau wie vorher;-)! Obwohl ich die echt gern schaue! Ich will ne Montage die ich fast in jeder Lage nutzen kann! Anfänger habens echt nich leicht:-(