Das Hinged Stiff Rig

18.03.2017 10:52 | Ratgeber & Tipps zum Angeln

Das Hinged Stiff Rig

Das Hinged Stiff Rig ist eine abgewandelte Version des Chod-Rigs, bei dem das Vorfach nicht im „Heli“- Style frei auf der Hauptschnur oder Leader gleitet, sondern mit einer normalen Festbleimontage gefischt werden kann. Es ist die für mich ideale Präsentation von Pop Up’s und vereinbart die Hakeigenschaften von flexiblen Vorfachmaterialien mit der Auffälligkeit von Chod Rig’s. Das Hinged Stiff Rig kommt bei mir vor allem im Frühjahr und Winter zum Einsatz, um die trägen Fischen bei kalten Wassertemperaturen doch noch zu einem Biss zu verleiten. Zum Einsatzgebiet des Rigs zählt vor allem zu dieser Jahreszeit weicher Boden in Kombination mit Hindernissen oder Kraut, der Wärme besser speichert und deshalb ein Aufenthaltspunkt der Fische darstellen kann. Wird noch ein PVA Sack montiert, ist diese Art der Präsentation nahezu hundertprozentig verwickelungsfrei und ich kann mir sicher sein, dass unabhängig von der Bodenbeschaffenheit, der Köder immer perfekt präsentiert wird. Im Folgenden gebe ich Euch einen kleinen Einblick in „mein“ Hinged Stiff Rig und wie es gebaut wird.

 

Bei der Wahl der Vorfachmaterialien setzte ich auf das Mouth Trap von Korda in 15lbs, welches sich super binden und formen lässt und seine Form auch noch nach Stunden im Wasser bei behält, Sowie auf das N-Trap Semi Stiff in 30lb in der Farbe Weedy Green, ebenfalls von Korda. Dieses Material bildet für mich der ideale Kompromiss von Verwickelungsfreiheit sowie Hakeigenschaften und kommt bei 90% meiner verwendeten Rig‘s zum Einsatz. Bei den Haken vertraue ich auf den Fox Edges Stiff Straight in Größe 7, welcher sehr scharf und stabil ist und die optimale Neigung des Öhrs besitzt.

 

 

Circa 20cm Mouth Trap werden benötigt um einen gewöhnlichen Knotless Knot zu binden, aber ohne die Schlaufe des Köders festzulegen.

 

 

Anschließend kommt ein 360° Pop Up Screw von PB Products auf das „Haar“. Diese erleichtern das schnelle Wechseln der Köder und hält die Boilies, selbst bei weiten Würfen, bombenfest. Des Weiteren sind diese Screws kugelgelagert und somit frei drehbar. Eine Verwickelung ist somit ausgeschlossen.

 

 

Das Haar wird von hinten durch das Öhr gefädelt und mit Hilfe eines Feuerzeugs verdickt, sodass das das überstehende Ende nicht zurückrutschen kann.

 

 

Abschließend wird mit einem Achterknoten das Mouth Trap an einen Flexi Ring Swivel geknotet.

Die Länge des Chod Rigs wird immer von der Bodenbeschaffenheit abhängig gemacht. Bei Laub etc halte ich diesen Part relativ kurz mit 4 cm, bei Kraut können es schon einmal bis zu 8cm werden.

 

 

Mit einem Grinner-Knoten wird das N-Trap an das andere Ende des Flexi Ring Swivels geknotet. Hier variiere ich ebenso mit der Länge, im Winter, wenn sich die Fische wenig bewegen und in einem kleinen Umkreis fressen, verwende ich maximal 15cm.

 

Bei den Pop Ups habe ich sehr gute Erfahrungen mit den Fluo Pop Ups von Badgers Best gemacht, vor allem in der Farbe Blau/Weiss. Blau ist eine sehr unnatürliche Farbe in der Unterwasserwelt und wird somit von den Fischen mit großer Neugier betrachtet. Um die Attraktivität zu erhöhen, verwende ich gerne das Korda GOO „Wonderberry, dazu aber später mehr.

 

 

Durch leichtes Drücken und Drehen wird der Pop Up auf dem Bait Screw fixiert. Dabei ist zu beachten, den Poppi nicht zu zerbrechen, in dem man die Schraube zu weit eindreht.

 

 

Um die Präsentation perfekt auszutarieren, wird Knetblei, hier Korda Dark Matter Putty verwendet.

Das Rig sollte nur langsam zu Boden sinken, aber trotzdem den Köder sicher am Boden zu halten.

 

 

 

Vorsichtige Karpfen wühlen den Grund gerne mit ihren Flossen auf. Wird zu viel Knetblei verwendet, bleibt das Rig an Ort und Stelle und wird als unnatürlich wahrgenommen.

Die verwendete Menge Putty hängt immer von der Größe des Pop Ups, sowie seiner Auftriebskraft ab. Deshalb sollte das Rig im Flachwasser getestet werden, um seine Eigenschaften zu beobachten.

 

 

So sieht das dann aus ;-)

 

 

 

Einen Tropfen GOO über den Hakenköder schadet nie. Die Farbe, welche eine super Wolke abgibt, sowie das Flavour, bewirken manchmal wahre Wunder!

 

 

Ein PVA Sack, hier die Medium Version der Solidz Bags von Korda, reicht zu dieser Jahreszeit als Beifutter vollkommen aus, rein kommen ein paar Boilies der Fermento in 16mm von Badgers Best, ein super arbeitender Birdfood Boilie.

 

 

Auf ein paar halbierte und gekrushte Boilies folgt der Hakenköder…..

 

 

Sowie erneut ein Schuss Goo Wonderberry

 

 

Der PVA Bag ist bereit zum auswerfen !

 

 

So sieht das dann im Wasser aus. Welcher Karpfen könnte da schon wiederstehen?

 

 

 

Mit diesem einfach und schnell gebundenen Rig, kann dem Fang nichts mehr im Weg stehen. Mehr Attraktivität geht nicht! Schon ein paar Stunden tagsüber, gepaart mit mobilem Angeln können euch zum Erfolg führen……

 

Raus ans Wasser,

Gruß Daniel

Team M&R

 

 

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